Die Scouts verraten worauf es wirklich ankommt! – Teil 1

Die Wahl der für Sie passenden Werbeagentur ist ein wichtiger Prozess Ihrer Unternehmensentwicklung. Je nach Ambition, Standing und Kommunikationsweise Ihrer Werbeagentur, wird sich auch das Gesicht Ihres Unternehmens und Ihre damit einhergehende Außenwahrnehmung verändern. Im folgenden bieten wir Ihnen einen kleinen Leitfaden, an dessen Ende sich hoffentlich die für Sie und Ihr Unternehmen passende Werbeagentur befindet.

 

Allgemeine Kriterien

 

Agenturstandort:

 

Wer werben will muss kommunizieren. Und dies im besten Falle kontinuierlich, auf Augenhöhe und auf möglichst kurzem Weg. Egal ob bei der Erstellung Ihrer Website, bei der regelmäßigen Erstellung und dem Versand Ihres Newsletters oder bei der Planung und Implementierung weitreichender und crossmedialer Kampagnen: Gute Kommunikation und kurze Wege sind das A und O. Natürlich gibt es Agenturen die sich auf bestimmte Branchen oder Geschäftszweige spezialisieren, allerdings empfehlen wir, bei der Wahl Ihrer neunen Agentur auch den Agenturstandort zu berücksichtigen. Durch einfache Kommunikationswege und der Möglichkeit auch kurzfristig die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch zu wahren, sparen Sie Zeit, vermeiden Fehler und Korrekturrunden und sichern sich eine kurze Reaktionszeit.

 

Agenturgröße:

 

Viele Augen sehen mehr als zwei, allerdings verderben zu viele Köche jeden Brei. Selbstverständlich können Agenturen mit mehreren Mitarbeitern auch ein quantitativ höheres Pensum leisten, allerdings wirkt sich das nicht selten auf die Kreativität und die damit verbundene Individualität der Ihnen gebotenen Werbelösungen aus. Wo „kleinere“ Agenturen für jeden Kunden auf der grünen Wiese beginnen, greifen bei einigen größeren Werbehäusern speziell bei geringem Etat schnell bereits etablierte Schemata. Achten Sie stets darauf, dass die angebotenen Leistungen auch wirklich aus Ihrer Agentur kommen! Das heutzutage beliebte und gängige Rezept, viel anzubieten, was letztendlich durch ein „großes Netz an verfügbaren Freelancern“ abgearbeitet wird, muss in erster Instanz nichts schlechtes sein, allerdings entspricht diese Herangehensweise nicht dem Leitbild einer professionellen Full-Service Agentur. Genau so wie Sie Ihre Brötchen nicht im Schuhladen kaufen, sollten Sie in jedem Fall auch bei Beratung, Grafik, Text und Programmierung darauf achten, dass die Ihnen verkauften Leistungen auch wirklich vom Fachmann verarbeitet werden! Nur weil man viel anbietet, muss man noch lange nicht alles können! Seien Sie kritisch und hinterfragen Sie Agenturinterne Strukturen. Expertenpreise sind nur da angemessen wo auch wirkliche Experten am Werk sind! Zwar gibt es kein allgemeingültiges Rezept für die Balance zwischen Agenturgröße und Kundenzufriedenheit, doch gilt auch hier stets der Leitspruch das Buch nicht nach dem Einband zu beurteilen.

 

Agenturleitbild:

 

What you see is what you get. So viele Agenturen es gibt, so klar unterscheiden sich diese anhand ihres firmeneigenen Leitbildes. Um die für die passenden Werbepartner zu finden, gilt es sich über Ihrer eigenen Bedürfnisse klar zu werden. Vertreiben Sie ein Produkt oder eine Dienstleistung die auf kreative Art und Weise präsentiert werden soll um sich von Ihren Mitbewerbern abzugrenzen, den eigene USP (Unique selling Point) zu stärken und Bestandkunden wie auch potenzielle Neukunden gleichermaßen zu erreichen oder genügt Ihnen eine „schlichte“ Unternehmensberatung? Wollen sie individuell beraten werden, oder genügt Ihnen das auf sie zugeschnittene „Schema F“?

Wichtig ist, dass die Agentur Ihrer Wahl die Sprache Ihres Unternehmens spricht und versteht, also eine Affinität zu Ihrem Produkt oder Service besitzt oder entwickeln kann um den Bedürfnissen und Wünschen Ihrer Kunden gewahr werden zu können. Werben heißt Verkaufen und nur wer sein Produkt kennt und liebt kann dessen Vorzüge perfekt in Szene setzen! Definieren Sie Ihrer Bedürfnisse und finden Sie so die Agentur die wirklich zu Ihnen passt.

 

Leistungsspektrum:

 

Full-Service ist das Zauberwort. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Agentur klar auf deren Leistungsspektrum. Ausgewogene und aufeinander abgestimmte Werbung sollte stets aus ein und demselben Haus kommen. Nehmen Sie sich Zeit die Menschen kennenzulernen, die die letztendliche Umsetzung Ihrer neuen Website, Ihres Webshops, Ihres Flyers oder sonstigem Werbeträger realisieren werden! So vielfältig und umfangreich das Leistungsspektrum einer Werbeagentur auch sein mag, die Anforderungen der Kunden sind umfangreicher. Eine gute Agentur erkennen Sie nicht nur daran, dass Ihnen Rückfragen gestellt werden, sondern auch daran, dass sie ehrlich zu den Dingen steht die sie kann und manchmal auch eben nicht. Auch hier gilt: Definieren Sie Ihre Ansprüche und finden Sie so die Agentur die Ihr Unternehmen weiterbringt.

 

Referenzen:

 

Wer zu viel redet, redet sich schnell schön. Generell geht es bei Werbeagenturen, wie auch bei jedem anderen Unternehmen darum, die eigene Arbeiten für sich sprechen zu lassen. Auch wenn die Möglichkeiten der grafischen und textlichen Ausrichtung umfangreich und schier unendliche erscheinen, kann nicht jeder alles. Überzeugen Sie sich also von den Arbeiten der einzelnen Agenturen und hinterfragen Sie diese gerne auch kritisch. So individuell wie Ihre Anfrage sollte stets auch die letztendliche Lösung sein um Ihren Anforderungen gerecht zu werden. Der Verzicht auf jegliche Formen von Vorlagen (Templates), ist hierbei meinst ein erster, positiver Indikator. Jedoch müssen diese „Individuallösungen“ für Sie als Unternehmer auch stets bezahlbar bleiben.

 

Kreativität:

 

Wenn Sie Werbung machen wollen, haben Sie in der Regel auch einen Grund dafür. Sei es um sich von Mitbewerbern im Markt abzuheben, die eigenen Alleinstellungsmerkmale klar zu kommunizieren, Ihren USP zu stärken, Neukunden zu generieren, Bestandskunden zu halten und über Neuigkeiten aus Ihrem Unternehmen zu informieren, die Markteinführungen eines neuen Produktes oder einer neuen Serviceleistung, die Eröffnung eines neuen Geschäfts oder vieles mehr. In jedem dieser Fälle möchten Sie eins, nämlich Aufmerksamkeit generieren. Dabei ist es natürlich wichtig ob sie ein eher gesetztes und seriöses Unternehmen mit langjähriger Tradition und exklusivem Kundenstamm, oder ein junges Start-Up mit Mut und Wille zur Provokation sind. In beiden Fällen benötigen Sie allerdings ein: Eine kreative Herangehensweise, basierend auf Branchenkenntnis. Lassen Sie sich von den kreativen und auf Sie maßgeschneiderten Ideen einer Kreativagentur überzeugen und verzichten Sie in erster Instanz gezielt auf alle Scheuklappen. Ein gute weil kreative Idee zu konkretisieren und ggf. abzuschwächen wird Ihnen als Endkunden einer Werbeagentur in jedem Fall „mehr bringen“ als von Anfang an auf Gradlinigkeit und etablierte Standards zu setzen. Aufmerksamkeit entsteht nur dann wenn Sie selbst Auffällig werden. Dass dies natürlich bei besagtem konservativen Traditionsunternehmen ebenso funktionieren kann wie bei dem jungen und wilden Start-Up beweisen die Referenzen der wirklich guten Werbeagenturen.

Worauf Sie jedoch immer achten sollten:

  • Bereits die erste Präsentation überzeugt mit einer kreativen Idee
  • Die Werbeidee sticht deutlich aus dem Wettbewerb heraus
  • Die Umsetzung ist visuell und textlich stilvoll und in sich stimmig
  • innovative Ideen und „thinking-outside-the-box“ anstelle der Aussage „Das haben wir schon immer so gemacht“

 

Social- und Affiliate-Marketing

 

Anstatt die klassische Werbeabrechnungsmethode CPM (Cost-Per-Mille bzw. Cost per Thousand Views) zu verwenden, bei der der Werbetreibende pro 1.000 erreichten Kontakten bezahlt, setzen immer mehr Onlineshops auf Perfomance Marketing. Bei dieser Form der Werbung wird erst für eine messbare Reaktion des Nutzers eine Provision gezahlt, so zum Beispiel, wenn dieser die Werbung tatsächlich gesehen oder sogar angeklickt hat. Doch auch wenn dieser Ansatz auf den ersten Blick vielleicht sehr vielversprechend klingt, steckt der Teufel wie so oft auch im Social- und Affiliate-Marketing im Detail: Während der Händler beim PostClick-Verfahren nur für tatsächlich erfolgte Klicks bezahlt, sieht die Sache zum Beispiel beim PostView-Verfahren ganz anders aus.

 

Der Name „PostView“ suggeriert zwar, dass erst für tatsächlich betrachtete Werbung eine Provision fällig werden würde, dies muss jedoch nicht zwingend der Fall sein. Der Grund dafür liegt in der verwendeten Technik: Besucht ein potentieller Käufer oder Neukunde eine Website, auf der ein Werbebanner geschaltet ist, wird ihm ein Cookie „gesteckt“, der die Information enthält, dass die angezeigte Werbung nun gesehen wurde. Oftmals befindet sich die betreffende Werbung aber erst sehr weit unten auf der Seite, also „below the fold“, an einem Platz also, den der potentielle Kunde eventuell, oder sogar wahrscheinlich gar nicht gesehen hat. Besucht er jetzt den beworbenen Shop und gibt eine Bestellung auf, ist vom Shopbetreiber eine Provision an den Werber zu zahlen. Obwohl die Werbung also nicht gesehen wurde und damit auch keinen Beitrag zur Kaufentscheidung geleistet hat, muss der Onlineshop nun dennoch für die gezeigte und nicht gesehene oder auch nur wahrgenommene Werbung zahlen. Aus einem so genannten Direct-Kunden, der für den jeweiligen Onlineshop kostenlos ist, wird so ein vermeintlicher PostView-Kunde, der das Unternehmen nun Geld kostet.